Wolfsblut oder das dreckige Dutzend

Mittwoch 29. Februar. Ein Tag der in die Geschichte einging. Um 18:00 Uhr trafen wir auf unsere Freunde aus Rohrbach. Die schwarzen Wauzis luden uns, obwohl schon im ersten Saisonduell von uns mit Maulkörben versehen, zum Spielen und Gassigehen ein. Topmotiviert, durch den zwei Tage zuvor eingefahrenen Sieg, nahmen wir die Einladung an. Soviel vorweg: wir verteilten einige Leckerlis. Es ging rasant ins Spiel. Die Wolves glaubten sie könnten uns mit ihrer Spritzigkeit um die Ohren fahren und uns auf der Nase herumtanzen. Weit gefehlt. Der jugendliche Übermut der Welpen wurde nach 5 min durch einen Doppelschlag von #91 Joham R. bestraft. So war es auch nicht verwunderlich, das der Leitwolf reagierte und seine besten Jungtiere aufs Eis schickte um etwas Schadenbegrenzung zu betreiben. Es gelang. Das 2:1 folgte, wie auf Bestellung. Kurz irritiert von der Anzeigetafel (1:2), blendeten wir den Zwischenstand aus und fingen wieder an eiszulaufen. An dieser Stelle sei gesagt, dass diejenigen unter euch, die ein schwaches Nervenkostüm haben aufhören sollten zu lesen. Von jetzt an wurde es grauslich. Alle 2 Minuten raschelte es im Gebüsch. 3:1 durch #91 Joham. 4:1 durch #32 Stregar. 5:1 durch #91 Joham und schließlich das 6:1 durch #4 Sackl. Man konnte seine eigenen Worte nich mehr verstehen so sehr war das Jaulen der Wölfe nach der Pausensirene. Da wir ein Herz für Tiere haben, für diese auch bremsen und fleißig in den Fonds der Arche Noah einzahlen, schickten wir unseren Toptorschützen unter die Dusche. Mit einem Banditen weniger ging es in den Mittelabschnitt. Die Vierbeiner leckten Blut (leider ihr eigenes) und witterten ihre Chance. Doch die, die ihre Chance nutzten waren wir. So konnten wir in der 8. Minute des Mitteldrittels unseren Torreigen fortsetzen. #32 Stregar erhöhte auf 7:1. Zwei weitere Treffer in diesem Abschnitt durch #22 Baumhackl und #16 Cernota besiegelten das 9:1 oder 1:9 aus Sicht, der mittlerweile auf etwa handtaschengroße Chihuahuas geschrumpfte Wolves, nach 40 Minuten. Die Diskussionen der Wölfe, in der Pause, in ihrer Kabine waren derart laut, dass wir völlig auf unsere Taktikbesprechung für den Schlußabschnitt vergaßen. Bully und los gings. Von uns wollte niemand mehr ein Tor erzielen. Der zehnte Treffer stand auf dem Programm. Jeder der sich mit der Materie “Teichhockey Professional” beschäftigt weiß was das heißt (Für Laien: 10. Tor – eine Kiste Gerstensaft vom Torschützen für die Mannschaft). So war es auch nicht verwunderlich, dass Chance um Chance absichtlich vergeben wurde. Dank unseres Schauspielkurses sah man uns das jedoch nicht an. Doch dann fasste sich unser Obmann #83 Hausmann ein Herz. Auf der Bank noch kurz seine Finanzen im Kopf durchgegangen, kam unterm Strich heraus, dass er sich die 20 Glasflaschenkollegen diesen Monat noch leisten konnte. Er kam aufs Eis, sah nichts und schoß (oder doch schaßte :) ) das 10. Tor für die Banditen. Gratulation an dieser Stelle von der Redaktion. Ein Riesenstein fiel uns allen vom Herzen, denn jetzt konnte die Torflut weitergehen. Demzufolge war es nur eine Frage der Zeit bis weitere Zähler dazukamen. ein Doppelpack innerhalb von 16 Sekunden durch #77 Reiter und #83 Hausmann besiegelten die 1:12 Niederlage der Rohrbacher. Ein groß aufspielender EC “Hollywood” Bunkerbande Graz zerstörte wohl alle Träume der Wolves den diesjährigen AnanasCup mit nach Hause zu nehmen. Danke den kämpfenden Wölfen für dieses Spiel, durch das wir Selbstvertrauen tanken konnten. Wir sehen uns nächste Saison wieder. Diesmal sollten sich die Fans eigentlich bei uns bedanken, denn sie bekamen für ihr Geld einiges zu sehen. Wir wollen mal nicht so sein und sagen: Danke, bis zum nächsten Spiel!

Torschützen: Joham (4), Hausmann (2), Stregar (2), Reiter, Sackl, Baumhackl, Cernota bzw. Biedermann

offizieller Spielbericht: http://www.hockeyserver.net/nhlgraz/html-gr.php?l=de&gid=2518&lid=10&dir=nhlgraz

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